#OutInChurch

Erschienen am 27. Januar 2022 in Allgemein

Lukas Heißler

 

Wir solidarisieren uns mit allen queeren Mitarbeitenden in der katholischen Kirche und unterstützen die untenstehenden sieben Forderungen der Initiative #OutInChurch.

Mehr Informationen zur Initiative, sowie Möglichkeiten, wie ihr sie unterstützen könnt, findet ihr unter outinchurch.de und auf Instagram unter @outinchurch.

Den Film der ARD „Wie Gott uns schuf“ darüber und die persönlichen Geschichten der Teilnehmenden findet ihr in der ARD-Mediathek.

Wir werden uns insbesondere im Bistum Augsburg dafür einsetzten, dass die Forderungen nicht nur gehört, sondern auch umgesetzt werden.

Forderung 1. Wir wollen als LGBTIQ+-Personen in der Kirche ohne Angst offen leben und arbeiten können.
Forderung 2. LGBTIQ+-Personen müssen einen diskriminierungsfreien Zugang zu allen Handlungs-und Berufsfeldern in der Kirche erhalten.
Forderung 3. Das kirchliche Arbeitsrecht muss geändert werden. Ein offenes Leben entsprechend der eigenen sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität, auch in einer Partnerschaft beziehungsweise Zivilehe, darf niemals als Loyalitätsverstoß oder Kündigungsgrund gewertet werden.
Forderung 4. Diffamierende und nicht zeitgemäße Aussagen der kirchlichen Lehre zu Geschlechtlichkeit und Sexualität müssen auf Grundlage theologischer und humanwissenschaftlicher Erkenntnisse revidiert werden. Dies ist besonders in Anbetracht weltweiter kirchlicher Verantwortung für die Menschenrechte von LGBTIQ+ Personen von höchster Relevanz.
Forderung 5. Die Kirche darf LGBTIQ+ Personen bzw. -Paaren den Segen Gottes sowie den Zugang zu den Sakramenten nicht vorenthalten.
Forderung 6. Eine Kirche, die sich auf Jesus und seine Botschaft beruft, muss jeder Form von Diskriminierung entschieden entgegentreten und eine Kultur der Diversität fördern.
Forderung 7. Im Umgang mit LGBTIQ+ Personen hat die Kirche im Laufe ihrer Geschichte viel Leid verursacht. Wir erwarten, dass die Bischöfe dafür im Namen der Kirche Verantwortung übernehmen, die institutionelle Schuldgeschichte aufarbeiten und sich für die von uns geforderten Veränderungen einsetzen.

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